Ein Stück wird bühnenreif

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Theater macht Spaß. Dabei machen die Aufführungen eigentlich am wenigsten aus. Sie sind der Höhepunkt einer langen Arbeit – und leider ist es dann auch bald schon wieder alles vorbei.

Also warum das ganze? Natürlich wollen wir unseren Zuschauern ein wenig Freude bereiten. Doch auch der Kitzel, das Lampenfieber sind Dinge, die die Startisten genießen, vielleicht brauchen und auf die es sich hinzuarbeiten lohnt.

Was braucht es, um ein abendfüllendes Stück auf die Beine zu stellen?

Erst heißt es auswählen. Da gehen schon mal ein paar Wochen ins Land. Denn bei den verschiedenen Verlagen müssen Manuskripte angefordert werden. Doch wenn ein Stück gut ist, bedeutet das noch lange nicht, dass es aufgeführt werden kann. Denn schließlich muss auch noch die Besetzung stimmen. Was nutzt es, wenn am Ende mehrere Leute keine Rolle haben und Däumchen drehen. Erst wenn jeder eine Aufgabe hat – Technik und Soufflieren eingeschlossen – kann die Probenarbeit beginnen.

So geht es dann Woche um Woche dem neuen Stück an den Kragen. Wo steht der Inspektor? Warum kann sich die Lady an dieser Stelle nicht auf den Sessel setzen? Darf die Tür jetzt nach innen aufgehen oder nicht? Viele Fragen müssen bis ins Detail beantwortet und erarbeitet werden. Schließlich lassen die Regieanweisungen meist genügend Raum für Interpretation.

Mit dem häufigen Proben wächst langsam jeder in seine Rolle. Und wer besonders fleißig ist, hat bald auch schon seinen Text im Kopf. Je näher die Aufführungen rücken, desto aufgeregter ist jeder. Und desto mehr Zeit muss jeder auch noch mal mitbringen. Hier wird schon klar, dass das Proben mehr ist, als Arbeit – nämlich eine schöne Freizeitbeschäftigung mit ein paar netten Leuten.

Am Ende heißt es dann endlich: Vorhang auf.